tausend Worte tausend Seiten tausend Gedanken viele Personen
Versunken in vielen Leben versunken in Gedanken die nicht ihre sind fern und doch innerlich von Zeit zu Zeit.
Weit weg von Zuhause von Pflicht und Zeit hier ist eine eigene, eine andere Zeit
sie bleibt hier wenn ich gehe sie bleibt hier und eine andere Zeit erwartet mich
Vertraute Menschen die zuhause sind ein Zimmer ohne rauschende Bäume Strassen ohne auf und ab Bäume nur ein Grenzen und zugeteilten Gebieten
tausend Worte tausend Seiten tausend Gedanken Personen unwirklich aber innerlich tausend Worte tausend Seiten tausend Gedanken andere Sprache andere Welt anderes Leben.
Auf ihrer Haut hinterlässt der Sommer Spuren in ihrem Herzen die Ruhe. Müde Gedachtes kehrt zurück müde Gefühltes erwacht es wird zu Neuem und hofft mit auf die Reise gehen zu dürfen ängstliche vor dem Zurückgelassenwerden
Die Worte stehen untereinander ohne Stift und Papier bisher aber es sind viele und sie sind gross und sie machen müde und sie freuen sie beleben sie fragen sie hoffen sie ziehen sie locken sie flüstern und rufen und erinnern und die Fusssohlen finden sich plötzliche wieder auf dem Boden und nicht mehr in der Luft nicht mehr im Irgendwo nicht mehr da wo alles stehenblieb nicht mehr da wo die Geschichten und die tausend Worte leben.
Einmal wachte sie auf und wusste das was sie wünscht ist nicht da
einmal wachte sie auf und wusste es ist schon seit langem so
sie wachte auf und wusste es gibt nichts anderes zu hoffen vorerst und vielleicht noch lange und vielleicht für immer
einmal und zweimal sass sie da, den Blick auf das Rauschen gerichtet, und sie atmete es ein und mit ihm das was schon lange nicht mehr dagewesen war. und es verliess sie und bahnte seinen Weg über Wange und Hals und sie hiess es willkommen und kostete es aus, hungrig, nach langem Warten, voller bangen es könnte zurückbleiben von der Reise.
(ju, 28.07.2008, im schwarzwaldurlaub)


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